ISSN-Nummer für Zeitschriften und Schriftenreihen

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Die ISSN (International Standard Serial Number) wird für fortlaufende Sammelwerke vergeben. Dazu gehören etwa Zeitschriften, Jahresberichte, Loseblattsammlungen, Schriftenreihen und Jahrbücher. Mit der Nummer, die weltweit nur einmal von nationalen ISSN-Zentren vergeben wird, ist eine eindeutige Identifikation von Zeitschriften und Schriftenreihen möglich. Eine ISSN setzt sich aus achten Zahlen zusammen und gruppiert sich dabei in zwei Mal vier Ziffern, die durch einen Bindestrich verbunden sind. Die letzte Zahl stellt die Prüfziffer dar, womit man die Korrektheit der ganzen Zahl überprüfen kann. An letzter Stelle steht in einigen Fällen statt einer Ziffer auch ein x. Anders als bei der ISBN (International Standard Book Number) geben die 8 Ziffern der ISSN-Nummer keine Auskunft über Sprachgebiet und Verlag.

ISSN

Eine ISSN mit 7 Ziffern und dem Buchstaben x

In Deutschland vergibt die Deutsche National Bibliothek in Frankfurt am Main die ISSN-Nummern. International wird die Kennzahl für Zeitschriften vom Centre International de l´ISSN in Paris verwaltet. Frankreich koordiniert in 88 Ländern der Welt die nationalen Zentren zur ISSN-Vergabe. Aktuell werden dort über 1,4 Millionen ISSN-Nummern (Stand: Mitte 2013) verwaltet. Jede ISSN ist einem einzelnen fortlaufenden Sammelwerk zugeordnet.

ISSN-Nummer suchen – Fortlaufende Sammelwerke eindeutig identifizieren

Die ISSN-Nummer ist die einfachste Möglichkeit, um eine Schriftenreihe eindeutig zu identifizieren. Wer eine ganz bestimmte Zeitschrift finden möchte, sollte deshalb am besten über die ISSN suchen. Im Internet gibt es verschiedene, kostenlose Datenbanken wie OPAC und Worldcat für die ISSN-Suche. Für wissenschaftliche Literatur eignet sich besonders gut die Zeitschriftendatenbank der Universität Regensburg.

Worldcat ISSN Suche

Eine ISSN-Suche ohne Bindestrich kann zu Fehlern führen

Die ISSN-Nummer mit 8 Ziffern sollte man mit Bindestrich in die jeweilige Datenbank eingeben. Eine Eingabe ohne Bindestrich kann mitunter zu mehrfachen Ergebnissen führen. Eine ISSN bezeichnet, anders als die ISBN, keine einzelne Publikation. In den Datenbanken findet man immer nur die Angaben zu einer Schriftenreihe, die aus mehreren Bänden besteht. Den benötigten Band muss man dann in einer Bibliothek suchen oder im Handel bestellen.

ISSN-Suche für wissenschaftliches Arbeiten

Eine ISSN-Suche spielt vor allem bei wissenschaftlichen Zeitschriften und Schriftenreihen eine große Rolle. Mit der achtstelligen Ziffer lassen sich auch Sammelwerke mit ähnlichen Titeln leicht unterscheiden und finden. Dazu ist es häufig leichter, die kurze ISSN-Nummern zu notieren statt einen langen Zeitschriftentitel mit Untertitel. Wer bei der wissenschaftlichen Literaturrecherche mit ISSN-Nummern arbeiten möchte, sollte sich dabei auch immer die Bandnummer notieren.

Immer mehr wissenschaftliche Zeitschriften bieten mittlerweile auch CD- oder Online-Ausgaben an. Angemeldete Nutzer von Universitätsbibliotheken können häufig auf diese Publikationen zurückgreifen. Wie bei einer ISBN-Nummer gibt es auch bei der ISSN unterschiedliche Nummer für verschiedene Publikationsformen (Papier, PDF, CD-ROM). In der Praxis halten sich jedoch nicht alle Herausgeber fortlaufender Sammelwerke an diese Regelung. Hat man über eine ISSN-Suche die gewünschte Zeitschrift gefunden, sollte man überprüfen in welcher Form die Publikation vorliegt.

 

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